Shad wirft Heiliges Licht auf Uther

Uther hat seit der Veröffentlichung von Heroes of the Storm einen Platz in der kompetitiven Meta – eine Ehre, die nur wenigen anderen Unterstützern zuteil geworden ist. Daniel „Shad“ González, Unterstützer im Team der Zealots, hat schon hunderte Stunden in diesen Helden investiert und die Grenzen seiner verschiedenen Builds ausgelotet.

Heute werfen wir einen Blick auf Shads aktuellen Uther-Build, der die Fähigkeit Heiliges Licht (Q) des Lichtbringers verstärkt.

Die Anfänge

Es ist schwierig zu erfassen, welche Wirkung Uther auf ein Spiel haben kann. Er kann nicht nur fantastisch heilen, er fungiert auch in vielen Situationen als tödlicher Köder. Allerdings haben Uthers Fähigkeiten lange Abklingzeiten. Deshalb ist es wichtig, geduldig zu sein und nicht nur auf die Reihenfolge der Fähigkeiten zu achten, sondern auch darauf, welches Ziel man wann heilt. Uther gut zu spielen ist besonders auf den höchsten Rängen des kompetitiven Spiels fast schon eine Kunst.

Shads Build ist unkompliziert: Er beginnt mit der Quest „Silberne Berührung“ auf Stufe 1, welche die Manakosten von Heiliges Licht verringert und die Reichweite erhöht, sobald sie abgeschlossen wurde. Dafür muss man im Grunde nur 80-mal Schaden heilen, der von gegnerischen Helden verursacht wurde. „Es ist eigentlich eine wirklich einfache Quest“, so Shad. „Wenn du sie vor Stufe 10 abschließt, ist alles super. Letztens habe ich mit Uther aber gegen einen Hanzo gespielt, der allein für den Schaden zuständig war, und es war ein Krampf! Also vielleicht ist es manchmal doch nicht so einfach.“

Auf Stufe 4 wählt Shad Heiliger Schock, womit Uther sein Heiliges Licht auf einen gegnerischen Helden anwenden kann, um etwas Schaden zuzufügen. Sobald die Quest „Silberne Berührung“ abgeschlossen ist, gewinnt Heiliger Schock auf dem Schlachtfeld etwas mehr an Wert. Shad meinte: „Es kostet im Grunde fast nichts! Sobald du die Quest auf Stufe 1 abgeschlossen hast, kostet Heiliger Schock nur 5 Mana.“

Argumente gegen Läutern

Uther ohne Läutern zu spielen, wird von der kompetitiven Community regelrecht als Todsünde angesehen. Shad entstammt in dieser Hinsicht einer neuen Denkrichtung. Er sagte: „Es gibt einige Dinge, für die Läutern sinnvoll ist, wie Chromies Zeitspule und so etwas. Wenn du Läutern auf jemanden anwendest, hast du ihn gerettet, aber es hat auch eine ziemlich lange Abklingzeit.“

Anstelle von Läutern nimmt Shad Wächter der Uralten Könige, was verbündeten Helden 50 Rüstung gewährt, wenn sie geheilt werden, während sie zum Schweigen gebracht, betäubt oder bewegungsunfähig sind. „In neunzig Prozent der Fälle nehme ich dieses Talent, da ich glaube, dass es mehr Potenzial und eine viel kürzere Abklingzeit als Läutern hat“, so Shad. „Sie werden sich alle auf den betäubten Helden stürzen, aber die Rüstung von Wächter der Uralten Könige wird all diesen Schaden absorbieren und du kannst dich wieder in den Kampf stürzen. Das harmoniert außerdem gut mit der Reichweitenerhöhung aus der Stufe-1-Quest, da du dich besser positionieren kannst.“

Göttlicher Schutz

Shad bevorzugt auf Stufe 10 fast immer Gottesschild anstatt Göttlicher Sturm. Ab dieser Stufe kommt auch ein Teil von Uthers Eigenschaft Ewige Führung – mit der er auch nach seinem Tod weiter heilen kann – etwas mehr in den Vordergrund. „Im Allgemeinen solltest du im Hinterkopf behalten, dass du nicht sterben willst, wenn dein Gottesschild aktiv ist“, so Shad. „Du willst es auch nicht wahllos einsetzen. Sobald du Gottesschild benutzt hast, kannst du sterben. Also, natürlich sollst du dich nicht selbst umbringen. Aber wenn dein Tod deinem Team den Sieg bringt, dann ist es egal.“

Das bevorzugte Ziel für einen Gottesschild ist ein Held, der hohen Schaden verursachen kann und mitten in der Schlacht stehen will. Natürlich kann man ihn falls nötig auch auf einen zerbrechlichen Fernkämpfer anwenden. „Du willst deinen Gottesschild nicht an einen Helden verschwenden, der einfach nur weglaufen wird“, so Shad. „Wenn möglich sollte ihn ein Genji, Graumähne oder jemand wie Illidan bekommen. Aber manchmal hast du diese Gelegenheit nicht und du gibst ihn einfach einem Arthas oder so, das ist auch völlig in Ordnung.“

Es gibt noch andere Einsatzmöglichkeiten für Gottesschild, zum Beispiel um dem eigenen Team zu helfen, Ziele in der späteren Spielphase zu sichern. „Es hängt wirklich von der Situation ab. Wenn auf Türme des Unheils noch ein Altar übrig ist, kannst du deinen Gottesschild auf jeden Fall dafür nutzen, den Altar einzunehmen. Den Altar zu kriegen ist im Grunde die Belohnung für den Sieg, oder? Manchmal ist es sinnvoll, den Gottesschild zu nutzen, um ein Ziel einzunehmen, wenn es das letzte, spielentscheidende Ziel ist, wie ein Drachenritter in der Endphase.“

Spielraum

Jedes Talent auf Stufe 13 dient einem anderen Zweck. Laut Shad ist es hier unheimlich wichtig, flexibel zu sein. „Ich mag Gesegneter Champion wegen der zusätzlichen Heilung. Besonders nützlich finde ich es, wenn du auf einem Weg angreifst und eine Mauer oder sowas treffen kannst. Es heilt ziemlich gut. Dann benutze ich gern Wohin des Weges gegen Helden wie Graumähne, die in den Kampf springen. Zauberschild verwende ich nicht so oft, aber er hat seinen Nutzen. Wenn du zum Beispiel gegen eine perfekte Combo mit Nuklearraketen antreten musst, kann er dir das Leben retten.“

Auf Stufe 16 fällt Shads Wahl auf Segnung. „Segnung ist ein wirklich gutes Talent, da Uther wirklich lange Abklingzeiten hat. Damit kannst du Heiliges Licht (Q) im Grunde zweimal wirken, eins nach dem anderen mitten im Kampf. Das ist unheimlich wichtig für diesen Build, bei dem du womöglich dein erstes Q auf einen Tank verwendest, der gerade betäubt wurde, um den kommenden Schaden zu absorbieren. Dann kannst du nämlich das andere Q benutzen, um deinen Carry zu heilen, dem wahrscheinlich schon ein Genji oder sowas zusetzt. Bei Zielen, die du erledigen wirst oder an denen sich dein Team die Zähne ausbeißt, kannst du Leute außerdem mit Hammer der Gerechtigkeit doppelt betäuben.“

Die rechte Zeit für Erlösung

„Bei Erlösung willst du im Grunde einfach sterben!“

Ja, auf Stufe 20 sollte man unter bestimmten Umständen tatsächlich versuchen zu sterben, da Uther seine Geistergestalt annimmt und seine Verbündeten acht Sekunden lang unablässig heilen kann, bevor er auf das Schlachtfeld zurückkehrt. „Du willst sterben, da Uthers Geist so viel heilt, dass es schon Wahnsinn ist“, so Shad. „Sie wollen dich unbedingt tot sehen, sie müssen ihre Zauber und Abklingzeiten nutzen, um dich zu töten. Du absorbierst ihre Fähigkeiten, das ist ein weiterer Vorteil! All der Schaden, den du erleidest und absorbierst. Und dann heilst du, wenn du tot bist, und wirst dann einfach wiederbelebt! Erlösung ist einfach zu gut, um darauf zu verzichten.“

Schlussgedanken

Positionierung ist bei Uther unglaublich wichtig, besonders vor dem Abschluss der Quest auf Stufe 1. Man will nah genug an seinen Schadensverursachern dran sein, aber weit genug weg, um nicht zum Schweigen gebracht, betäubt oder von Gruppenkontrolleffekten getroffen zu werden, da man dann natürlich seinen Teammitgliedern nicht mehr helfen kann. „Automatische Angriffe spielen bei Uther keine Rolle, sie sind nicht wichtig“, erklärt Shad. „Und Hammer der Gerechtigkeit (E) ist es ehrlich gesagt auch nicht. Manchmal reicht es schon, sich im Gebüsch zu verstecken, bis etwas passiert. Sobald du deine Abklingzeiten genutzt hast, kannst du rein laufen und sterben, falls es gerade passt. Wenn du deine Teammitglieder erstmal gerettet hat, kannst du dich aggressiver positionieren.“

Seht Shad zu, wie er Uther spielt, wenn die Zealots dieses Wochenende gegen Diamond Skin und Leftovers ins Feld ziehen. Ihr findet die ganze Action unter playheroes.com/esports.

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